Woher bekomme ich ein Wunschkennzeichen?

Wunschkennzeichen sind in Deutschland nach wie vor beliebt – viele Kunden der entsprechenden Zulassungsstellen scheuen auch die Gebühren nicht, die für das Nummernschild mit Unterscheidungszeichen und Wunsch-Erkennungsnummer in Deutschland anfallen können. Doch woher bekommt man ein Wunschkennzeichen und wie viel kostet es?


Unterscheidungszeichen vs. Erkennungsnummer

Deutsche Kennzeichen können personalisiert werden. Doch die Personalisierung des Kennzeichens ist nicht etwa für das komplette Kennzeichen, sondern nur für einen Teil möglich. Das Unterscheidungszeichen, das für die kreisfreie Stadt oder den Landkreis des jeweiligen Zulassungsbezirks steht und aus einem, zwei oder drei Buchstaben besteht, kann beispielsweise nicht nach Belieben gewählt werden. Anders ist es jedoch bei der darauffolgenden Erkennungsnummer des Nummernschildes: Diese Kombination aus Zahlen und Buchstaben gewährleisten eine genaue Identifizierung des Fahrzeugs und kann aus bis zu ein oder zwei Buchstaben (davon ausgenommen sind Umlaute) und ein, zwei, drei oder maximal vier Zahlen (es darf keine Null an erster Stelle stehen) bestehen. Gemeinsam mit dem Unterscheidungszeichen darf das deutsche Kennzeichen nicht über mehr als acht Stellen verfügen.

Bedeutet auch: Werden durch das Unterscheidungszeichen bereits drei Buchstaben verwendet, darf sich die Erkennungsnummer aus maximal fünf Zeichen zusammensetzen. Wichtig: Bei Saison-Kennzeichen für saisonal angemeldete Fahrzeuge oder H-Kennzeichen für historische Fahrzeuge sowie E-Kennzeichen für Elektrofahrzeugedürfen maximal sieben Ziffern durch Unterscheidungs- und Erkennungsnummer belegt werden. In Deutschland kann man dank Wunschkennzeichen Einfluss auf die Vergabe dieser Identifikation nehmen. Macht man von der Möglichkeit auf das Wunschkennzeichen keinen Gebrauch, wird die Kombination der Erkennungsnummer zufällig oder ausgehend nach Liste vergeben.

Wie hoch sind die Gebühren für das Wunschkennzeichen?

Innerhalb Deutschlands sind die Gebühren für das Wunschkennzeichen einheitlich geregelt. So wird – unabhängig vom Zulassungsbezirk oder der Zulassungsstelle – immer eine Wunschkennzeichen-Gebühr in Höhe von 10,20 Euro fällig. Die Reservierung des Wunschkennzeichens kostet extra und schlägt mit 2,60 Euro zu Buche. Die Online-Reservierung ist nicht nur bei den Webseiten der Zulassungsstellen, sondern auch bei Anbietern wie hier möglich. Hier kann man auch direkt überprüfen, ob die gewünschte Kombination aus Buchstaben und Zahlen unproblematisch und noch verfügbar ist. Kosten fallen hierfür nicht an. Insgesamt kostet das reservierte Wunschkennzeichen daher 12,80 Euro. Achtung: Zusätzlich fallen Kosten für die Prägung der Kennzeichenschilder sowie gegebenenfalls weitere Gebühren für Zulassung oder Ummeldung an. Die Preise für die Kennzeichen hängen jedoch vom Anbieter ab und auch die Gebühren für die Zulassung oder Ummeldung sind nicht bundesweit geregelt. Tipp: Auch um einen Kennzeichenhalter sollte man sich rechtzeitig kümmern. Was nicht verändert oder personalisiert werden darf, sind beispielsweise Schildfarbe, Schriftfarbe, Schriftart oder das blaue Eurofeld. Sogar die Größen des Kennzeichens sind vorgeschrieben. Um ein verkleinertes Kennzeichen zu erhalten, muss man in der Regel bei der zuständigen Zulassungsbehörde vorsprechen und das Fahrzeug gegebenenfalls vorführen.

Welche Wunschkennzeichen sind nicht erlaubt?

Rein theoretisch sind 7.019.298 Kombinationsmöglichkeiten bei den Erkennungsnummern möglich. Allerdings gibt es auch Wunschnummern und Wunschbuchstaben sowie Kombinationen daraus, die für das Wunschkennzeichen verbotensind. Das ist sogar gesetzlich geregelt und findet sich in § 8 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV). Hier heißt es nämlich, dass Unterscheidungszeichen, Erkennungsnummern sowie Kombinationen aus Unterscheidungszeichen und Erkennungsnummern, die gegen die guten Sitten verstoßen, unzulässig sind. Hierzu zählen insbesondere solche Buchstabenkombinationen und Ziffernfolgen, die Bezug auf nationalsozialistische Organisationen oder den Nationalsozialismus des Dritten Reichs nehmen.

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