Japan-Amerikaner: Pontiac Supra-Le Mans mit AEZ Nemesis

Ralf Becker von „Chromjuwelen“ tunt einen „alten Ami“ mal anders. Manch eingefleischtem US-Car-Fetischist könnte das jedoch Tränen in die Augen treiben …Eigentlich gehört in einen alten Pontiac Le Mans mindestens ein großvolumiger Sechszylinder – und ein solcher war auch verbaut, als dieses Fahrzeug 1972 in Detroit vom Band lief. Doch irgendwann bekam Ralf Becker, der die Seite www.chromjuwelen.com betreibt, das Fahrzeug in die Hände. Nun sorgt ein vergleichsweise kleiner und moderner Motor für den Vortrieb: Das Aggregat hat drei Liter Hubraum, stammt aus dem Jahr 1991. Für Puristen noch schlimmer ist, dass die Maschine von einem Toyota Supra gespendet wurde. Fernöstliche Technik in einem US-Car? Geht das? Ist Engine Swapping gar etwas Verwerfliches? Diese Fragen polarisieren die Gemüter. Sicher ist allerdings, dass das japanische Herz den Pontiac mächtig auf Trab bringt. Und das schon serienmäßig, denn das Toyota-Triebwerk ist mit rund 240 PS deutlich stärker als der Original-Sechszylinder. Wieviele japanische Mustangs letztlich anliegen werden, ist noch nicht klar. Aber der Pontiac wird ein echtes Muscle Car mit der Power eines Supersportwagens. Neue Fahrwerksteile, kräftige Scheibenbremsen aus einem Chevrolet Camaro und moderne Reifen von Toyo Tires sorgen dafür, dass sich der Mittelklasse-Ami nun auch fahren lässt wie ein moderner Bolide. Für die Fans von Big Blocks und Blattfedern ist das ein weiteres Sakrileg.

Heiß diskutiert wird in der Szene auch, ob ein alter Pontiac auf Nemesis-Felgen von AEZ in 19 Zoll rollen darf. Fakt ist: Das edle Schmiederad, das perfekt zu aktuellen Maseratis, Porsches oder Aston Martins passt, steht auch dem mattschwarzen Oldtimer aus den USA sehr gut. Es verleiht ihm eine zusätzliche, machtvolle und dynamische Präsenz. Das aggressive Design der dreiteiligen AEZ Nemesis harmoniert perfekt mit der schwungvollen Seitenlinie des Supra-Le Mans. Die fünf klauenförmig nach außen greifenden Speichen, der titanfarbene Felgenstern und das lang gestreckte US-Coupé bilden eine Einheit – das Rad scheint förmlich für den Supra-Le Mans gemacht zu sein. Wie übrigens auch der japanische Motor, der sich problemlos integrieren ließ. Für die Passgenauigkeit der Nemesis sorgen Spurverbreiterungen von Federn-Spezialist Eibach.

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