Essen Motor Show 2012: Automobile Kunst verpackt im VW Käfer-Kleid

Auf der diesjährigen Essen Motor Show vom 1. bis 9. Dezember wird der legendäre VW Käfer kulturell gekürt. Denn ganz im Sinne dieses automobilen Wahrzeichens widmet sich die Motor Show zwei ganz besonderen, exotischen VW-Käfer.

Der letzte weltweit gebaute VW Käfer lief am 5. Juli 2003 in Mexiko vom Band. Es war das 21.529.464-Exemplar, und hat damit eine Ära der Automobilgeschichte beendet. Der erste VW Käfer wurde 1938 produziert. Noch heute steht das billige und sparsame Fahrzeug, konzipiert für die untere Mittelklasse, im Vordergrund für Tuner und Fahrzeugveredler. Spezialfirmen und ambitionierte Käfer-Fans motzten den Käfer sowohl optisch als auch technisch auf – und das selbst heute noch.

Da gab es Buggies für den Strandurlaub, Offroad-Versionen für den Dschungel-Trip, leistungsstarke Rennversionen oder Spezialkarossen mit verändertem Radstand und Breitbau-Kits. So ziemlich alles ist mit dem VW Käfer zu realisieren, der Exotik sind kaum Grenzen gesetzt.

Eben das macht das ehemalige Wirtschaftswunder Deutschlands noch heute so beliebt. Zwei ordentlich aufgemotzte VW-Käfer werden auf der Essen Motor Show präsentiert werden. Einmal das schnellste Elektro-Auto der Welt im Dragster-Sport aus England und zum anderen ein Käfer mit einer Karosserie, den ein kroatischer Kunstschmied gebaut hat.

Erster ist der so genannte Black Current III Electric VW Beetle von den Brüdern Sam und Olly Young aus Hungerford in Berkshire, der nicht nur ein ganz besonderer Käfer ist, sondern auch das schnellste Elektro-Auto der Welt. Der modifizierte E-Beetle schafft den Viertelmeilen-Sprint in nur 9,51 Sekunden und wird dabei über 217 km/h schnell. Um diese Fahrleistungen zu erreichen, bringt es die Karosserie dieses ganz speziellen Käfers durch den Einsatz von Fiberglas auf nur 740 Kilogramm Gesamtgewicht. An der Hinterachse werkelt ein 80 kW-Motor, unter der Motorhaube leisten 60 Motorrad-Batterien ihren Dienst. Was den Beetle so besonders macht: Er ist schnell, ohne Krach zu machen.

Zweiter Käfer im Bunde stammt von der kroatischen Kunstschmiede Zeljko Vrbanus in Sisak, welche Tore, Türen, Zäune oder Kronleuchter restauriert sowie veredelt. Als Vorzeigestück für das Unternehmen wählte die Familie einen Käfer aus dem Jahr 1970, der dann mit über 3.000 Arbeitsstunden ein "Kunst-Käfer" werden sollte. Technisch ist an diesem Käfer so ziemlich alles original belassen, nur die Bodengruppe und Teile der Karosserie wurden verstärkt. Liebevoll und leidenschaftlich verzierten die Kroaten den Käfer mit feinstem Goldstaub, filigranen Handcolouring-Linien und 24-Karat Gold-Verzierungen. Das Blechkleid des Käfers besteht dabei fast nur noch aus Gittern, Stegen und Metallmustern.

Auf der Essen Motor Show sind beide Prachtstück-Käfer zu bestaunen – schön, dass sich die renommierte Auto- und Tuningmesse auch dem kleinen Käfer widmen wird.

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