Ein Buggy ist mehr als ein Auto, er ist ein automobiles Lebensgefühl. Geboren im Kalifornien der 60er Jahre. Auf Käferbasis. Der spendete den Motor und das Fahrgestell. Den Rest kreierten Buggy-Pioniere, wie der Amerikaner Bruce Meyers, neu. Aus GFK, glasfaserverstärktem Kunststoff. Bis heute sind die Buggies Kult. Grund genug für Volkswagen, nun auf der Basis des neuen up! eine Buggy-Studie des 21. Jahrhunderts zu zeigen: den buggy up!. Nicht aus GFK, sondern aus sicheren Hightech-Leichtbaustählen. Dennoch folgt der ursprüngliche konzeptionelle Ansatz zur Entwicklung des Zweisitzers den historischen Vorbildern aus Kalifornien.
Die (verstärkte) Bodengruppe, das Fahrwerk und die Antriebstechnik blieben, die dachlose Karosserie-Außenhaut indes wurde völlig neu gestaltet und die Bodengruppe um 20 Millimeter abgesenkt. Gleichwohl schlägt das Design des buggy up! mit seinen Scheinwerfern, der Position des VW-Zeichens und der Signatur des scheinbar lächelnden Frontstoßfängers die Brücke zum zweitürigen up!. Und doch ist alles anders; die Motorhaube baut viel flacher; die Stoßfänger zeigen einen eigenen Charakter; das Dach ist nicht nur gekappt, sondern folgt der Idee eines kleinen, offenen Sportwagens. Komplett neu aufgebaut wurde zudem die Heckpartie. Logisch, denn der buggy up! hat keine Heckklappe wie der „normale" up! und keine C-Säulen. Trotzdem ist er aufgrund seiner Rückleuchten, die wie ein Spiegelbild der Scheinwerfer wirken, sofort als up! zu erkennen. Praktisch: Die Kofferraumhaube ist zweigeteilt; die Haube selbst klappt klassisch nach oben, der Bereich über dem Stoßfänger indes wie bei einem Pickup nach unten. Und so lassen sich dann auch schwere und sperrige Dinge einfachst verstauen. Auf der Haube selbst gibt es zudem Befestigungsschienen für ein Kofferset.
In der Silhouette modellierten die Designer ebenfalls einen reinrassigen Buggy aus dem up!. Und der hat natürlich keine Türen, dafür aber weitreichende Karosserieverstärkungen und einen stabilen Überrollbügel hinter den beiden Sitzen. Besonders cool: die offenen Seitenschweller. Das Erlebnis des Offenfahrens ist deshalb nochmals intensiver als in einem herkömmlichen Cabriolet.
Mit 3.584 mm ist der buggy up! etwas länger als der geschlossene up! der Serie (+44 mm), mit 1.672 mm zudem etwas breiter (+31 mm). Erwartungsgemäß deutlich niedriger fällt mit 1.288 mm die Höhe des buggy up! aus (-190 mm). Scharf geschnitten: minimalistische Überhänge vorn und hinten. In den Radkästen stecken für ein Fahrzeug dieser Größe gewaltige 18-Zoll-Leichtmetallräder mit Reifen der Dimension 205/40.
Lackiert ist der Bereich oberhalb der Stoßfänger und offenen Seitenschweller im eigens kreierten Farbton „hot orange"; wer bei dieser Farbbezeichnung an die Buggies der 60er denkt, liegt genau richtig. Die Stoßfänger und Seitenschweller indes sind in einem matten und robusten „metallic grau" gehalten. Die gleichen Farbwelten dominieren den Innenraum.
Wie es sich für einen Strandwagen gehört, ist der neu gestaltete Innenraum komplett wasserfest. Abläufe im Fahrzeugboden und die offenen Seitenschweller verhindern eine Flutung. Selbst die mit Neopren bezogenen Schalensitze verfügen über Wasserabläufe, damit nach dem Bad im Meer kein Bad im Wagen folgt. Sollte es doch einmal etwas länger regnen, kann zwischen Fensterrahmen und Überrollbügel ein Segel gespannt werden.
Wasserfest ausgeführt ist übrigens selbst die Bedienung des Info- und Entertainmentsystem. Es verfügt unter anderem über ein iPod-/iPhone-Dock. Das gesamte Modul lässt sich samt der hier ebenfalls integrierten Aktivboxen herausnehmen und so als Soundsystem für Feten am Strand einsetzen.
Gegenüber dem zweitürigen up! ergibt sich im buggy up! analog zur geringeren Fahrzeughöhe eine tiefere Sitzposition. Insgesamt wurden die spezifisch gestalteten Sitze um 58 mm gegenüber der Serie abgesenkt. Damit das alles ergonomisch auch für den Fahrer Sinn macht, reduzierten die Ingenieure die Grundneigung der höhenverstellbaren Lenkung um 4 Grad auf einen Winkel von 21 Grad. Folge: Go-Kart-Feeling. Für den Beifahrer wurde, wie einst beim Käfer, im Instrumententräger ein stabiler Griff installiert – man weiß ja nie, was hinter der nächsten Düne so passiert. Fakt ist: der buggy up! ist pure Emotion, dabei aber einfach fahrbar und sehr sicher. Ein Auto, das sich nicht nur in Kalifornien gut machen würde. up!solut unwahrscheinlich ist das alles nicht. Denn eines muss jedem klar sein: Die New Small Family entsteht ja gerade erst...






























