Skoda Rapid Spaceback: Kurz und gut

Mit dem neuen Rapid Spaceback präsentiert Skoda einen attraktiven Neuzugang für das hart umkämpfte Kompaktsegment. Zu Preisen ab 15000 Euro startet der Eroberungsfeldzug mit Erstauslieferung ab Oktober.

Als Kurzheck-Modell misst der Spaceback in der Länge 4,30 Meter, zwei Handbreit weniger als die biedere Rapid Limousine und eröffnet dabei völlig neue Dimensionen. Package und Design sind „ideal für junge Menschen und Familien“, sagt Skodas Vorstandsvorsitzender Prof. Winfried Vahland und fügt hinzu: „Der Rapid Spaceback tritt frisch und dynamisch auf. Ein Kompakter mit sportlichem Chic, geräumig und praktisch.“ Schicke Extras wie das große Panorama-Glasdach verleihen ihm zusätzlich eine besondere Wertigkeit. Serienmäßig bietet der Fünftürer reichlich Raum für Passagiere und Gepäck. Er setzt „beim Platzangebot eine neue Benchmark in seiner Klasse“, meint Werner Eichhorn, Škodas Vorstand für Vertrieb und Marketing, und er nennt beispielhaft das Gepäckraumvolumen des kompakten Spaceback, das mindestens 415 Liter beträgt. Bei umgeklappter Rückbank wächst es auf bis zu 1380 Liter an. Das ist in der Tat deutlich mehr als etwa beim in den Außenabmessungen ähnlich dimensionierten Klassenprimus VW Golf (380 bis 1270 Liter) und erst recht mehr als beim gut 30 Zentimeter kürzeen VW Polo (280 bis 952 Liter), von dessen Plattform der Spaceback abgeleitet ist.

Mehr als klassengerecht ist das bereits in der Basisausstattung Active komplette Sicherheitspaket, das unter anderem sechs Airbags, das Antiblockiersystem ABS, die elektronische Stabilisierungskontrolle ESC und die Antriebsschlupfregelung ASR umfasst. Hinzu kommen stets serienmäßig elektrische Fensterheber vorne, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Außenspiegel, die asymmetrisch geteilt umklappbare Rückbank und eine hochwertige Radioanlage. Die nobleren Versionen Ambition und Elegance verfügen unter anderem stets über Klimaanlage oder gar temperaturgeregelte Climatronic, Parksensoren und Geschwindigkeitsregelanlage, um nur wenige der zahlreichen Serien-Items zu nennen.

Zeitgemäß ist die Motoren-Palette: Fünf direkt einspritzende Benziner oder Diesel in einem Leistungsspektrum zwischen 63 kW / 86 PS und 90 kW / 122 PS. Sie kommen mit Turboaufladung daher und sind wahlweise mit einem extra „Greentec“-Package zu haben. Das verspricht für 400 Euro Aufpreis mit Start-Stopp-System, Bremsenergie-Rückgewinnung, auf Rollwiderstand optimierten 15-Zoll-Reifen sowie speziellen Aerodynamikmaßnahmen zusätzliche Verbrauchsreduzierung zwischen vier und elf Prozent. Zu einem späteren Zeitpunkt liefert Skoda auch noch den Rapid Spaceback „Green Line“ mit einem 90 PS starken 1.6 TDI, der 3,8 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen soll, was einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm pro Kilometer entspricht.

Vermutliches Volumenmodell ist der 1.2 TSI mit der Basismotorisierung von 86 PS – und nehmen erst einmal auf der Rückbank Platz. Erstaunlich die großzügigen Raumverhältnisse mit einer Kopffreiheit von 98 Zentimetern und einer Kniefreiheit von fast sechseinhalb Zentimetern. „Das sind echte Bestwerte in dieser Klasse“, sagt Dr. Frank Welsch, Skoda Vorstand Technische Entwicklung. „Ganz im Sinne von maximaler Raumausnutzung in einem kompakten Karosseriekleid.“

Aber auch vorn finden sich selbst Großgewachsene bestens zurecht. Das bestätigt unser Test-Kollege, ein 1,95-Meter-Mann, der wie selbstverständlich am Volant Platz nimmt und von weitaus größeren Modellen mit wesentlich weniger Kopffreiheit berichtet. In Sachen Ergonomie und Funktionalität vertraut auch der neue Rapid auf die von der Konzernmutter VW vorgegebene perfekte Grundlinie, die trotz vielfältiger Bedienmöglichkeiten niemandem Rätsel aufgibt. Hinzu kommt eine in vielen Details fast schon edle Anmutung des Interieurs, die den Abstand zu den Premiummarken des Konzerns wieder ein wenig schrumpfen lässt.

Gewiss, im Rapid findet man derzeit noch keine Abstandregelung, Spurführung oder Rückfahrkamera, um Beispiele zu nennen, die teils sogar bei anderen Skoda-Modellen bereits zu haben sind. Aber in den wesentlichen Punkten ist das Niveau gewahrt. Gewohnt überraschungsfrei ist die Fahrwerksabstimmung des Spaceback, die gegenüber der Limousine nochmals in Richtung Komfort überarbeitet worden ist. Mit seinem vergleichsweise langen Radstand von über 2,60 Metern läuft der Spaceback auch bei hohen Geschwindigkeiten tadellos geradeaus, und er lässt sich dank der beim Rapid Kurzheck ebenfalls neuen elektromechanischen Servolenkung mit genau dosierter Lenkunterstützung sicher neutral bis leicht untersteuernd zielgenau durch schnelle Kurven dirigieren. Da ist der kompakte Kurz-Kombi in seinem Element und appelliert mit seiner leicht sportlichen Note an die eingangs angesprochene junge Zielgruppe, ohne die älteren Semester abzuschrecken. Zu alledem passt auch die homogene Leistungsentfaltung des 86-PS-Motors ganz ordentlich. Bei einem Beschleunigungswert von knapp 11,7 Sekunden von null auf 100 km/h laut Werksangabe sind zwar keine Beschleunigungsorgien zu erwarten, aber mit maximal 180 km/h dürfte der Spaceback keinesfalls zu langsam für deutsche Autobahnen sein. Sparsam ist der erstaunlich leise laufende 1.2 TSI obendrein mit einem kombinierten EU-Normverbrauch von um die fünf Liter auf 100 Kilometer.

Vorstandschef Winfried Vahland kann mit dem Modell zufrieden sein. Er klassifiziert den Rapid Spaceback als „Meilenstein für Škoda“. Nicht mehr und nicht weniger. (ampnet/tw)

Daten Skoda Rapid 1.2 TSI 63 kW

Länge x Breite x Höhe (m): 4,30 x 1,71 x 1,46
Motor: Reihen-4-Zylinder, Benziner, Turbo, 1197 ccm
Leistung: 63 kW / 86 PS bei 4800 U/min
Max. Drehmoment: 160 Nm bei 1500 – 3500 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 11,7 Sek.
Verbrauch (nach EU-Norm): 5,1 Liter
CO2-Emissionen: 119 g/km
Effizenzklasse: C
Leergewicht / Zuladung: 1150 kg / 535 kg
Kofferraumvolumen: 415 – 1380 Liter
Max. Anhängelast: 1100 kg
Wendekreis: 10,2 m
Reifen: 175/70 R14
Luftwiderstandsbeiwert: 0,31
Basispreis: 14 990 Euro

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