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Opel Insignia Sports Tourer: Eine runde Sache

Der Opel Insignia Sports Tourer beweist wieder mal, dass ein Kombi schöner und ausgewogener wirken kann als eine Limousine.

26.03.09 12:15
Kategorie: Auto News, Opel

 

Die Deutschen sind nicht nur Weltmeister im Kombi-Kaufen, sondern auch im Kombi bauen. Das jüngstes Beispiel dafür ist der Kombi zum Opel Insignia, der Opel Insignia Sports Tourer. So mancher wird der Meinung sein, dies sei wieder mal ein Bespiel dafür, dass ein Kombi schöner und ausgewogener wirken kann als eine Limousine.

 

Der Insignia Sports Tourer endet in einem beeindruckenden, runden Heck, kraftvoll mit weit hineingezogenen Rückleuchten in der breiten Schulter geformt und mit einem breiten Akzent in Chrom betont. Sonst folgt der Sports Tourer bis zur C-Säule der Form der Limousinen mit sich nach hinten stark verjüngenden Fensterflächen . Die Form der Klappe, in die auch die Heckleuchten komplett integriert wurden, spricht dafür, dass die Designer bei diesem Auto ein gewichtiges Wort mitzusprechen hatten. Immerhin beschert diese Heckklappe Opel nicht nur ein ansprechendes Heckdesign, sondern auch die Notwendigkeit, zusätzliche Heckleuchten zu installieren, die sichtbar bleiben, wenn der Sports Tourer Transportaufgaben mit offener Klappe bewältigen soll.

 

Mit 4,83 m misst der Sport Tourer 8 cm mehr als die vier- und die fünftürige Limousine. Die Zusatzzentimeter kommen voll dem Laderaum zugute. Der misst nun in der Länge 1,09 Meter und fasst 540 Liter. Nutzt man alle Möglichkeiten aus, wächst die Länge bei vorgeklappter Rücksitzlehne auf 1,91 m und die Breite am Radeinbau auf 1,03 Meter. Das Ladevolumen beträgt 1908 Liter. Die Zuladung wuchs gegenüber dem Fünftürer um 33 kg auf 555 kg. Das passt für die Urlaubsfahrt ebenso wie für den gewerblichen Einsatz.

 

Als eingeschränkt erweist sich dafür die Sicht nach hinten. Breite C-Säulen und ein recht kleines Rückfenster werden Vorsichtige veranlassen, die Zusatzausstattung Rückfahrkamera zu erwerben. Dafür kann man jetzt beim Sports Tourer ein großes Panorama-Dach erwerben, das den Innenraum erheblich lichter wirken lässt. Es scheint, als wanderten bei Autos, die dem Designtrend mit der hohen Seitenlinie und damit den kleinen Seitenfenstern folgen, die Fensterflächen ins Dach.

 

Die bisherige Motorenpalette von vier Benzinern und drei Dieseln für alle Insignias wird mit dem Sports Tourer für alle Modelle um einen Benziner und einen Diesel erweitert. Neu an Bord ist der 1.6 Turbo Ecotec Vierzylinder mit 132 kW /180 kW und einem maximalen Drehmoment von 230 Newtonmetern (Nm) zwischen 2200 und 5500 Umdrehungen pro Minute (U/min). Dessen Durchschnittsverbrauch (nach EU-Norm) wird von Opel mit 7,7 Litern Super angegeben, was einem Kohlendioxidausstoß von 181 Gramm pro Kilometer entspricht.

 

Der neue Diesel 2.0 CDTIO Biturbo Ecotec kommt mit 6,2 Litern aus, entsprechend 164 g/km bei Serien-Sechs-Gang-Getriebe. Der Motor leistet 140 kW / 190 PS und entwickelt sein maximales Drehmoment von 400 Nm bei 2000 U/min. Die Kombination von einem schnell anlaufenden kleinen Turbolader und einem bei höheren Drehzahlen übernehmenden größeren Lader garantiert spontanes Ansprechen auf das Gaspedal ohne Turboloch.

 

Beide Motoren entsprechen den Abgasvorschriften Euro 5. Sie sind Ergebnis bei auch von Opel angewandter Strategie, mit kleineren, dafür aber aufgeladenen Motoren viel Leistung bei deutlich weniger Verbrauch zu erzielen. So ersetzt der 1,6-Liter-Benziner einen mit zwei Liter Hubraum. Er wird zunächst nur in Kombination mit dem Allradantrieb angeboten. Ein reiner Fronttriebler soll später folgen.

 

Opel erwartet für den Sports Tourer einen Anteil von 60 Prozent am Insignia-Absatz. Marketing-Direktor Volker Brien sieht darüber hinaus einen Trend zu den größeren Motoren und den besseren Ausstattungen. So wählt jeder dritte Insignia-Kunde bisher den 160 PS starken 2.0 CDTI. Zwölf Prozent der Besteller wählen den 220 PS starken 2,0 Liter Turbo-Benziner, und jeder zweite entscheidet sich für die beiden Top-Ausstattungslinien "Cosmo" und "Sport".

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