Alfa Romeo hat ihn zum Genfer Autosalon vorgestellt: Ein aufregend gezeichnetes Luxuscoupé namens Alfa Romeo 8c kommt auf den Markt. Leider nur in den USA und leider nur in einer limitierten Auflage von 500 Stück. Das hält uns aber nicht davon ab, ein wenig von der Welt der starken Superhelden zu träumen.
Für die kurvenreiche Hollywood-Optik des italienienischen Sportlers zeichnet sich ausgerechnet ein Deutscher verantwortlich: Wolfgang Egger arbeitete die Form zusammen mit Kollegen des „Alfa Romeo Centro Stile“ heraus. Elegant ist die sanfte, aber dennoch kraftvolle Front mit den beiden Scheinwerferaugen im Rennwagenstil; dazu die geschwungene Seitenlinie, der mächtige 20-Zoll-Radsatz und das fast schon puristisch anmutende Heck. Einfach wahnsinn! Kein Wunder, dass er auf der Image-Autoshow im kalifornischen Pebble Beach und dem Concorso d’Eleganza an der Villa d´Este Ende nicht nur mit großem den „Villa d’Este Design Award“ abräumte, sondern auch den Designpreis der BMW-Group.
Die Basis des 8c – egal, ob offen oder geschlossen – stammt bereits aus dem Jahre 1996. Damals wurde vom „Alfa Romeo Centro Stile“ die Studie Nuvola auf die Räder gestellt. Den Nuvola hatte Eggers Nachfolger Andreas Zapatinas besonders mutig kreiert. Als Wolfgang Eggers von seinem Seat-Intermezzo zurückkam, entwickelte er auf Basis des Nuvola den 8c. Ähnlich wie das Coupé besteht auch der betörend schöne 8c Spider aus einem hochfesten Gitterrohrrahmen. Der sorgt für Sicherheit und spart Gewicht. Die 4,28 Meter lange Karosserie selbst besteht aus Kohlefaser, der Innenraum wurde von Ferrari-Hauslieferant Schedoni in feinstem schwarzem Leder bezogen.
Unter der langen Motorhaube verbirgt sich der aus dem Coupé bekannte 4,7 Liter große V8 mit 450 PS und einem maximalen Drehmoment von 480 Newtonmeter, das bei 4750 Touren anliegt. Die Höchstgeschwindigkeit dürfte bei knapp 300 km/h liegen. Den Spurt von null auf 100 km/h sollte der Hecktriebler in kaum mehr als vier Sekunden erledigen. Die Kupplung und das automatisierte Sechsgang-Getriebe sind in Transaxle-Bauweise direkt an der Hinterachse angebaut. Große 20-Zoll-Reifen stellen den Kontakt zum Asphalt her. Ein zweilagiges, elektrohydraulisches Verdeck sorgt auf Knopfdruck dafür, dass die beiden Passagiere den V8-Sound ungefiltert genießen können.
Der Spider orientiert sich stark an der geschlossenen Version 8c Competizione mit dem Maserati-V8-Aggregat, die Alfa auf der Frankfurter IAA im Jahre 2003 präsentierte. Endlich wieder ein Alfa mit Charme und Power, endlich wieder ein Heckantrieb. Derzeit setzen die Italiener passend zum Konzern auf Frontantrieb. Der fehlende Hinterradantrieb wird mehr schlecht als recht von einem optionalen Q4-Allradantrieb kaschiert.
Alfa Romeo verlangt für den bei Maserati gebauten 8C Spider mindestens 175.000 Euro. Man wird ja wohl noch träumen dürfen!
Alfa Romeo 8C Spider - Spiderman auf Rädern
Stark, schnell und geschmeidig: Der Alfa Romeo 8C Spider ist ein Traum von einem Sportwagen. Leider bleibt er für die meisten ein unerreichbarer Held - so wie Spiderman.

































