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24h-Rennen Nürburgring: Porsche vor Audi

In einem spektakulären Kampf vor 235.000 Zuschauern konnten sich beim 37. ADAC Zurich 24h-Rennen der Rekordsieger Manthey Porsche RSR erneut durchsetzen. Audi stellte den R8 bei der Premiere auf Rang 2.

25.05.09 11:42
Kategorie: Motorsport

 

Nach 155 Runden in der „Grünen Hölle“ der Nürburgring-Nordschleife lief das Manthey-Quartett vor Christian Abt, Jean-Francois Hemroulle, Pierre Kaffer und Lucas Luhr im Audi R8 LMS von Abt Sportsline im Ziel ein. Teamchef Olaf Manthey konnte in einem hart geführten Rennen seiner einmaligen Erfolgsserie den vierten Sieg in Folge zufügen. Mit dem fünften Sieg seiner Karriere beim 24h-Rennen setzte sich Marcel Tiemann die Krone des erfolgreichsten Piloten beim Nürburgring- Klassiker auf. Mit dem Porsche 911 GT3 Cup S von Emmanuel Collard, Wolf Henzler, Richard Lietz und Dirk Werner schaffte zudem ein zweites Manthey-Fahrzeug den Sprung in die Podiumsplatzierungen.

 

"Das ist absolut phantastisch", jubelte Marcel Tiemann, als die Zielflagge am Nürburgring gefallen war. "Manthey Racing und ich haben heute Geschichte geschrieben. Mein fünfter Sieg! Ich kann es noch gar nicht richtig glauben. Er bedeutet mir sogar noch mehr als mein erster Erfolg bei den 24h. Ein besonderer Meilenstein für mich ist auch, ganz oben auf der Siegerliste zu stehen. Ein großes ‘Dankeschön’ an das geniale Team." Teamchef Manthey konnte das Kompliment seines erfolgreichsten Piloten nur zurückgeben. "Ich bin unglaublich stolz auf meine Fahrer. Ein besseres Quartett als Timo, Marc, Romain und Marcel kann ich mir für das 24h-Rennen nicht vorstellen." Respekt zollten beide auch dem Gegner: "Ein
Kompliment geht auch an Audi für die Klasseleistung“, sagte Marcel Tiemann und sein Teamchef ergänzte: "Ich war vor dem Rennen sehr skeptisch, ob wir den Audi-Teams würden Paroli bieten können. Dass es nun gepasst hat und wir obendrein so erfolgreich waren, macht mich sehr glücklich."

 

Die 37. Auflage des Enduranceklassikers begann mit einem spektakulären, fast einstündigen Windschattenduell zwischen dem später siegreichen Porsche 911 GT3 RSR  mit der Startnummer 1 und dem Ford GT des Raeder-Teams. Der Fight von Manthey-Startpilot Marc Lieb mit Polesitter Dirk Adorf im Ford-Cockpit endete erst, als der Ford beim Überrunden ein langsameres Fahrzeug touchierte, sich drehte und zurückfiel. Die Rolle des Co-Spitzenreiters übernahm danach der Phoenix-Audi mit Marc Basseng, Marcel Fässler, Mike Rockenfeller und Frank Stippler, der sich bis in die Morgenstunden ein extrem ausgeglichenes Duell mit dem RSR der späteren Sieger lieferte. Als auch der GT3-Audi des am Nürburgring beheimateten Teams nach einem Antriebswellendefekt zurückfiel, konnte das Schwesterauto von Abt Sportsline die zweite Position erobern. Letztlich konnte die Mannschaft um Olaf Manthey durch die enorme Zuverlässigkeit siegen, die dem Team der Nordschleifenspezialisten den entscheidenden Vorteil gegenüber den Mitfavoriten verschaffte. 

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